“In der Menge untertauchen” – jetzt nicht mehr
Ich erzähle es ja immer wieder unter Freunden, dass es soweit kommen wird. Dank der Facebook Gesichtserkennung kann man das Thema auch selbst hautnah erleben.
Sehr plastisch wird es aber, wenn man sich mal folgendes Bild anschaut:
Hier wurde beim Glastonbury ein Panorama-Foto vom Publikum gemacht, schön hochauflösend, so dass man wirklich jedes einzelne Gesicht in der Menge erkennen kann.
Und nun lässt man die Facebook-Gesichtserkennung drüberlaufen (oder unterstützt selbst manuell) und schon ist die gesamte Menschenmenge “getagged” und “durchsuchbar”. Vermutlich wird man jede Rechte am eigenen Bild beim Eintritt zur Veranstaltung abgegeben haben. Dass man nur anhand des eigenen Gesichts auf solch einem Massenfoto, vielleicht sogar ohne es zu bemerken, dann aber automatisch durchsuchbar wird – ich würde das nicht wollen.
Es wird gruselig.


In so einer Menschenmasse hat man automatisch die Rechte am ‘eigenen Bild’ abgegeben, oder ?
“Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben.”
http://bundesrecht.juris.de/kunsturhg/__23.html
Das natürlich noch der Name mit dem Bild verknüpft wird ist wieder so ein Thema, aber nachdem es solche Funktionen schon länger im Netz bei diversen Photodiensten (intern) gab war das absehbar das sowas auch bei facebook weltweit kommt.
Genau, aber die Konsequenzen der Abgabe des Rechts am eigenen Bild sind jetzt viel weitreichender geworden. Eigentlich sind es ja auch die Daten, welche aus dem Bild abgeleitet werden – und hat man diese mit abgegeben? Sind diese immer automatisch mit dem Bild verknüpft? Es bleibt spannend.